Der Digital Operational Resilience Act (DORA), erlassen durch Verordnung (EU) 2022 / 2554, stärkt die Widerstandsfähigkeit des Finanzsektors gegenüber IKT-bezogenen Problemen. Daher haben wir in unserer Serie über Die fünf Säulen von DORAkonzentrieren wir uns jetzt auf das ICT-Vorfallmanagement. Diese Säule hilft Finanzinstituten, schnell auf Störungen zu reagieren und sich davon zu erholen, wodurch die wirtschaftliche Stabilität und der Verbraucherschutz gewahrt bleiben.
IKT-Vorfallmanagement unter DORA verstehen
Die zunehmende Abhängigkeit des Finanzsektors von IKT-Systemen ist der Grund für die Einführung von DORA.
Dementsprechend haben die möglichen Auswirkungen von IKT-Vorfällen auf die Finanzstabilität und Marktintegrität an Bedeutung gewonnen. Hier sind die für DORA relevanten Schlüsselbegriffe:
- IKT-Asset: Software oder Hardware in den von einem Finanzunternehmen verwendeten Netzwerk- und Informationssystemen.
- Cyber-Bedrohung: Alle Umstände oder Ereignisse, die Netzwerk- und Informationssysteme beschädigen, stören oder nachteilig beeinflussen könnten.
- Verwundbarkeit: Eine Schwäche oder ein Fehler, der ausgenutzt werden kann.
- Testen der digitalen Betriebsresilienz: Regelmäßige Tests der IKT-Systeme und des Personals, um Schwachstellen aufzudecken und zu beheben, einschließlich grundlegender und erweiterter Tests wie TLPT.
Kernkomponenten des Incident Managements unter DORA
Es umreißt die wichtigsten Elemente für die Vorfallmanagement-Regelungen und verlangt von jedem Finanzinstitut, diese umzusetzen. Diese Elemente stellen sicher, dass die IKT-Vorfallmanagement-Fähigkeiten die strengen Anforderungen von DORA erfüllen.
Ereigniserkennung
Ein effektives Vorfallmanagement beginnt in erster Linie mit der rechtzeitigen Erkennung von Vorfällen. In diesem Zusammenhang sollten Finanzinstitute Mechanismen zur kontinuierlichen Überwachung ihrer IKT-Systeme implementieren. Insbesondere müssen diese Mechanismen in der Lage sein, Anomalien zu erkennen, die auf Sicherheitsverletzungen oder Betriebsstörungen hinweisen können. Um dies zu erreichen, sind fortschrittliche Überwachungstools erforderlich, da sie detaillierte Echtzeiteinblicke in die Netzwerkaktivitäten bieten.
In diesem Zusammenhang ist beispielsweise die Anomalieerkennungssystem von Xygeni ist beispiellos, da es eine endlose Überwachung des Netzwerks ermöglicht, um Abweichungen von den üblichen Aktivitätsmustern zu erkennen. In dieser Hinsicht garantiert eine ständige Überwachung auf Abweichungen, dass eine Entität eine Cyberbedrohung oder einen Systemausfall im Voraus erkennt. Darüber hinaus werden durch die Erstellung automatischer Benachrichtigungen die entsprechenden Mitarbeiter unmittelbar nach der Erkennung verdächtiger Aktivitäten gewarnt. Die Plattform von Xygeni unterstützt dies durch die Einrichtung automatischer Warnungen, die das Personal rechtzeitig benachrichtigen. Dadurch wird sichergestellt, dass wir umgehend handeln, um den Vorfall einzudämmen, bevor er eskaliert.
Ereignisprotokollierung und -klassifizierung mit ICT Incident Management
Sobald ein Vorfall erkannt wird, muss er sorgfältig protokolliert und klassifiziert werden, um sicherzustellen, dass geeignete Gegenmaßnahmen ergriffen werden. Bei einer umfassenden Protokollierung werden detaillierte Informationen zum Vorfall aufgezeichnet, einschließlich Zeit, Art und betroffene Systeme. Darüber hinaus ist eine systematische Klassifizierung von Vorfällen nach Schweregrad und Auswirkung von entscheidender Bedeutung. Dies ermöglicht eine Priorisierung und eine effiziente Ressourcenzuweisung. Diese systematische Dokumentation verbessert nicht nur die Analyse nach dem Vorfall, sondern gewährleistet auch die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften.
Reaktion und Wiederherstellung bei Vorfällen
Effektive Reaktions- und Wiederherstellungsverfahren zum Zeitpunkt des Vorfalls können deren Auswirkungen minimieren. Verfahren für sofortige Reaktionsmaßnahmen, wie die Isolierung betroffener Systeme, sind in einem Finanzunternehmen sehr wichtig. Beispielsweise bieten Tools von Xygeni ermöglichen eine mehrstufige Beobachtung, die eine sehr frühzeitige Erkennung von Sicherheitslücken in jeder Phase ermöglicht – von der Workstation eines Entwicklers bis hin zu CI/CD pipelines – so werden mögliche Schwachstellen rechtzeitig erkannt und behoben, um sofortige Reaktionsmaßnahmen zu ermöglichen. Darüber hinaus unterstützt Xygeni robuste Wiederherstellungsprozesse, indem es sicherstellt, dass nur sicherer, konformer Code die SDLCDies erleichtert die Wiederherstellung des Normalbetriebs nach einem Vorfall. Dieser ganzheitliche Ansatz gewährleistet die Betriebskontinuität der Finanzinstitute und eine bessere Reaktionsfähigkeit im Falle von Vorfällen, wodurch die Widerstandsfähigkeit erhalten bleibt.
Schadensbericht
DORA schreibt vor, dass Finanzunternehmen bedeutende IKT-bezogene Vorfälle den zuständigen Behörden melden müssen, um alle Beteiligten zu informieren und ihnen die Möglichkeit zu geben, entsprechende Maßnahmen zu ergreifen.
Die Sicherstellung einer zeitnahen Berichterstattung innerhalb der festgelegten Zeiträume ist entscheidend, und ICT Incident Management kann Ihnen dabei helfen. Daher müssen Finanzunternehmen standardspezifizierte Berichtsformate zur Erfüllung gesetzlicher Anforderungen. Diese Berichte sollten umfassende Details zum Vorfall enthalten, einschließlich der Art des Vorfalls, der betroffenen Systeme, der ergriffenen Maßnahmen und der Auswirkungen des Vorfalls. Die Einhaltung von standardDie Bereitstellung standardisierter Berichtsformate erleichtert den Aufsichtsbehörden das Verständnis und die Maßnahmen und verbessert so die Gesamteffektivität des Vorfallmanagements.
Analyse nach dem Vorfall
Nach der Bewältigung eines Vorfalls ist es wichtig, eine gründliche Analyse durchzuführen, um die Grundursachen zu ermitteln und Verbesserungen umzusetzen. Dazu gehört eine Ursachenanalyse, um die zugrunde liegenden Ursachen des Vorfalls zu untersuchen.
Detaillierte Aufzeichnungen und Prüfpfade der Vorfallmanagementaktivitäten unterstützen eine gründliche Untersuchung und Dokumentation. Sie erfassen Erkenntnisse und verbessern zukünftige Vorfallmanagementbemühungen. Die Dokumentation der aus jedem Vorfall gewonnenen Erkenntnisse hilft dabei, zukünftige Vorfallmanagementbemühungen zu verbessern und die allgemeine Sicherheitslage zu verbessern. Darüber hinaus trägt die Integration der gewonnenen Erkenntnisse in Richtlinien, Verfahren und Technologien dazu bei, Wiederholungen zu verhindern und die kontinuierliche Verbesserung der Vorfallmanagementpraktiken zu fördern.
Durch die Nutzung erweiterter Funktionen zum Vorfallmanagement können Finanzinstitute eine höhere digitale Betriebsstabilität erreichen und die Kernanforderungen von DORA erfüllen. Folglich stellt diese Integration von Technologie und Compliance sicher, dass Organisationen IKT-bezogene Vorfälle sicher und effizient bewältigen, wodurch die Stabilität aufrechterhalten und die Verbraucherinteressen im Finanzsektor geschützt werden.
Ergänzung der ersten Säule: IKT-Risikomanagement
Dieser Artikel ergänzt unsere vorherige Diskussion über die erste DORA-Säule, IKT-Risikomanagement, hier verfügbar. Während sich das ICT Risk Management auf die Identifizierung und Eindämmung potenzieller Risiken konzentriert, stellt das ICT Incident Management sicher, dass alle Vorfälle gut gehandhabt werden, um ihre geschäftlichen Auswirkungen zu minimieren.
Fazit
Das IKT-Vorfallmanagement ist ein entscheidender Aspekt zur Erreichung digitaler Betriebsstabilität unter DORA. Insbesondere die erweiterte Anomalieerkennung, die umfassende Vorfallklassifizierung und die nahtlose Managementintegration bereiten Ihr Unternehmen darauf vor, IKT-bezogene Vorfälle sicher und effizient zu bewältigen.
Seien Sie also gespannt auf unseren nächsten Beitrag in dieser Reihe, in dem wir uns eingehend mit der dritten Säule von DORA befassen: Digital Operational Resilience Testing.





